Spannung durch Keile

Keilrahmen werden meistens aus weichen Hölzern gefertigt. Zu den sogenannten Weichhölzern zählen Holzarten wie Fichte, Kiefer oder Tanne, also Nadelhölzer. Vier gleich lange Holzteile werden an beiden Enden im 90° Winkel abgefräst, so dass sie genau aufeinander passen. Wenn man alle vier Teile passend zusammen legt, kann man anschließend ein Leinwandtuch aufspannen und mit Tackernadeln fixieren. Anschließend wird die Leinwand dann grundiert und kann nach dem Trocknen sofort bemalt werden. Die Eckverbindungen werden dabei nicht weiter fixiert und der Rahmen hält allein durch die Spannung der Leinwand. Nach einiger Zeit kann diese Spannung nachlassen. In diesem Fall muss man erneut für Spannung sorgen, indem man kleine Holzkeile in die Gärungen treibt. Diesem Vorgang verdankt der Keilrahmen seinen Namen. Im Geschäft erhält man die Rahmen meist schon mit Keilen und Leinwand, so dass man sich die Arbeitsschritte Festtackern und Bespannen sparen kann. Bei diesen fertigen Rahmen bleibt die Spannung nämlich erhalten.